
Deutsche Trial-Meisterschaft 2026, Läufe 1 & 2 in Schwemmlitz Sonne, Sand und satte Sektionen – der Saisonauftakt der Deutschen Trial-Meisterschaft beim MSC Ebstorf hatte alles, was das Trial-Herz höherschlagen lässt. Oder anders gesagt: ein Wochenende wie gemacht für Balancekünstler, Kupplungsakrobaten und all jene, die wissen, dass ein „Sandkasten“ auch verdammt ernst sein kann. Und ja – ein kleiner Wermutstropfen schwingt mit: Die Meisterschaft wird in diesem Jahr lediglich an zwei Wochenenden plus Finaltag ausgetragen. Für eine Sportart, die von Präzision, Leidenschaft und vor allem Fahrpraxis lebt, ist das… sagen wir es vorsichtig: ausbaufähig. Umso mehr wurde der Auftakt genossen – mit einem Augenzwinkern im Gesicht und ordentlich Druck auf dem Hinterrad. Sandkasten deluxe – aber bitte mit Anspruch Das Gelände in Schwemmlitz, im Süden gern liebevoll als „Sandkasten-Spielplatz“ bezeichnet, zeigte sich von seiner anspruchsvollsten Seite: sandige Hänge, gespickt mit künstlichen Hindernissen, runde Kullersteine, massive Bahnschwellen und Stufen in allen erdenklichen Varianten. Kurz gesagt: Alles, was man braucht, um sich festzufahren – oder eben glänzen zu können. Südbayern mischt (wieder) mit Besonders erfreulich: In diesem Jahr sind wieder mehrere Fahrer aus Südbayern am Start – und das nicht nur als Mitfahrer, sondern als ernstzunehmende Konkurrenz. In der Königsklasse (Klasse 1) gingen mit Marco Lauri und Quirin Allgaier zwei Fahrer ins Rennen, die eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der deutschen Spitze mithalten können. Beide belegten sowohl am Samstag als auch am Sonntag die Plätze 8 und 10 – konstant stark und mit klarer Perspektive nach vorne. Starker Nachwuchs und echte Siegfahrer In der Klasse 2 wurde es aus südbayerischer Sicht richtig spannend: Allen voran Tobias Janitschke, der am Samstag den Sieg einfuhr – und am Sonntag denkbar knapp mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter wurde. Ein Auftakt nach Maß. Unterstützt wurde er von Nino Stadler (Platz 8 am Sonntag) und Josef Lehn (Platz 5 am Sonntag), die das starke Mannschaftsergebnis komplettierten. Klasse 1 bei den Damen Ein weiteres Highlight: die Deutsche Damen-Trial-Meisterschaft. Hier zeigte Magdalena Hübner eine beeindruckende Leistung. Nach Platz 5 am Samstag steigerte sie sich am Sonntag auf Rang 4 – ein klares Signal, dass hier noch einiges kommen wird. Breite Aufstellung in weiteren Klassen Auch in Klasse 3 waren mit Valentin Mischler, Luca Uhlig und Benedikt Rieger südbayerische Fahrer vertreten. Im Seniorenbereich hielten Alois Thoma (Senioren-Pokal) und Oliver Wengler (Ü50) die Fahne hoch – Erfahrung trifft hier bekanntlich auf Nervenstärke. Sonne, Streams und saubere Linien Bei bestem Wetter – Sonnenschein, trockene Bedingungen, perfekte Sicht – wurden drei Runden à zehn Sektionen gefahren. Neu und durchaus gelungen: erste Einblicke per Livestream, die den Fans auch aus der Ferne einen Eindruck vom Geschehen ermöglichten. Zwischenstand mit Perspektive Nach den ersten beiden Läufen ergibt sich folgendes Bild aus südbayerischer Sicht: Klasse 1: Marco Lauri (Platz 9 gesamt), Quirin Allgaier (Platz 10) Klasse 2: Tobias Janitschke führt die Meisterschaft an, Nino Stadler auf Platz 4, Josef Lehn auf Platz 6 Damen: Magdalena Hubner aktuell auf Rang 4 Senioren: Alois Thoma auf einem starken zweiten Platz Und jetzt? Warten. Leider. So viel Schwung – und jetzt heißt es erstmal: Pause. Die Meisterschaft geht erst im Oktober weiter, wenn beim MSC Osnabrücker am Piesberg die nächsten Läufe anstehen. Bis dahin bleibt Zeit zum Trainieren, Schrauben.................. Eines ist aber sicher: Die südbayerischen Fahrer haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie nicht nur dabei sind – sondern mittendrin. Und das macht Lust auf mehr.















