Sonne, Schnee und spannende Duelle – Trialer trotzen beim MTC München allen Bedingungen.
Besser hätte der Saisonstart kaum zeigen können, was den Trialsport ausmacht: Technik, Nervenstärke – und eine ordentliche Portion Wetterfestigkeit. Beim ersten und zweiten Wertungslauf des Trial Alpenokals sowie der Südbayerischen ADAC Trial Meisterschaft beim 1. MTC München war von Frühling bis Winter alles geboten.
Am Samstag präsentierte sich das Gelände noch von seiner freundlichsten Seite: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel – fast schon Postkartenwetter. Lediglich die Temperaturen erinnerten daran, dass der Winter noch nicht ganz aufgegeben hatte. Rund 110 Fahrer nutzten die perfekten Bedingungen und kämpften sich durch die sieben anspruchsvoll, aber bewusst moderat gesteckten Sektionen.
Doch wer dachte, das Wochenende würde entspannt ausrollen, wurde eines Besseren belehrt: Über Nacht verwandelte sich das Gelände in eine winterliche Kulisse. Am Sonntagmorgen war plötzlich alles weiß – und die Sektionen bekamen eine ganz eigene „Würze“. Oder anders gesagt: Aus „griffig“ wurde stellenweise „interessant“.
Kein Wunder also, dass sich das Starterfeld am Sonntag auf 75 Fahrer reduzierte – die Verbliebenen bewiesen dafür umso mehr Kampfgeist.
Für Abwechslung war bestens gesorgt: Die sieben Sektionen wurden an beiden Tagen in jeweils drei Runden gefahren, am Sonntag teilweise neu gesteckt. Die Bambini zeigten auf vier Sektionen, die fünfmal zu absolvieren waren, beeindruckenden Einsatz.
Sportlich blieb es durchweg spannend:
In der Klasse 8 ließ Steffen Unser vom AMC Zirndorf nichts anbrennen und sicherte sich souverän an beiden Tagen den Sieg – Routine zahlt sich eben aus.
Die Automatik-Klasse bot Abwechslung auf dem Podest: Am Samstag gewann Matthias Geidobler, am Sonntag schlug Ben Miller zurück und verwies ihn auf Platz zwei.
In der Klasse 6 durfte sich zunächst Elias Weiß über den Tagessieg freuen, bevor am Sonntag Felix Mühlböck nach einem nervenaufreibenden Stechen ganz oben stand.
Besonders spannend machte es die Klasse 5: Paul Seitz und Felix Schreiber teilten sich die Wochenend-Erfolge brüderlich – allerdings nicht gleichzeitig. Am Samstag vorne, am Sonntag hinten und umgekehrt. Spannung? Garantiert.
Das gleiche Spiel in der Klasse 4 (grüne Spur): Clemens Beuting gewann am Samstag vor Niklas Seifert, der sich am Sonntag revanchierte und den Spieß umdrehte.
Konstanz zeigte Andreas Wegner vom AC Garmisch Patenkirchen in der Klasse 3: Zwei Starts, zwei Siege – mehr geht nicht.
Für die Überraschung des Wochenendes sorgte in der Klasse 2 Aufsteiger Christian Oleschko, der am Samstag direkt ganz oben stand. Am Sonntag konterte Tobias Janitschke und sicherte sich den Sieg.
Fazit:
Ein Wochenende, das alles hatte – Sonne, Schnee, spannende Duelle und jede Menge gute Laune. Der Schwierigkeitsgrad war bewusst moderat gewählt und traf genau den richtigen Ton für den Saisonstart, besonders für Aufsteiger in neue Klassen.
Nach diesem gelungenen Auftakt geht es nun in die wohlverdiente Osterpause – bevor es beim MC Peißenberg und direkt im Anschluss beim MC Augsburg wieder ernst wird. Bleibt nur zu hoffen, dass dann eher die Sonnencreme als die Schneeschaufel gebraucht wird.

















